Aktuelles naturstrom Statement

Statement zum Eckpunktepapier des Sachverständigenrats für Umweltfragen

Oliver Hummel vom Vorstand der naturstrom AG hat folgendes Statement zum Eckpunktepapier des Sachverständigenrats für Umweltfragen gegeben:

 

„Wir begrüßen die Vorschläge des Sachverständigenrats für Umweltfragen. Sie skizzieren wichtige Ansatzpunkte für das Gelingen der Energiewende. Ob allerdings, wie vom Sachverständigenrat ebenfalls vorgeschlagen, eine verpflichtende Direktvermarktung nach dem Modell der gleitenden Marktprämie den gewünschten Effekt einer besseren Systemintegration der Erneuerbaren Energien haben kann, ist aus unserer Sicht fraglich. Denn ein ausreichender Anreiz zur Steuerung der Ökostrom-Einspeisung besteht nur bei stark negativen Börsenpreisen. Und die sind sehr selten. Gleichzeitig fördert das bislang freiwillige Modell schon heute erkennbar Konzentrationsprozesse im Markt. Zielführender wäre es aus unserer Sicht, Modelle zu entwickeln, die eine direkte Belieferung der Endkunden aus EEG-Kraftwerken fördern. Viele Millionen Haushalte und Gewerbe beziehen derzeit Ökostrom. Die Nachfrage besteht also, wird aber aktuell fast ausschließlich über Wasserkraftstrom aus den Alpenländern und Skandinavien gedeckt. Diese Nachfrage zu einem nennenswerten Anteil aus EEG-Anlagen bedienen zu können böte die Chance, dem EEG-Strom eine angemessene Wertigkeit zu verschaffen und das EEG-System zu entlasten.“

Datum: 15. Oktober 2013
Kategorien: Atomausstieg, Erneuerbare Energien
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