"Ganze Landstriche zerstört durch Windkraftanlagen"

Na dann lieber weiterhin auf saubere Atom- oder Kohlekraft setzen

In einer Diskussion im Fernsehen ging es kürzlich um die Frage der "Nebenwirkungen" von regenerativen Energien sowie die Vorteile der sauberen Atomernergie. Unter anderem gab es dabei eine sehr interessante Meinung, die sinngemäß Folgendes wiedergab:

 

Großteile Norddeutschlands sind mittlerweile regelrecht übersäht von diesen häßlichen Windkraftanlagen, ganz zu schweigen von den großen Offshore Anlagen in Nord- und Ostsee. Diese Anlagen zerstören nicht nur das Bild der Natur, sie sind außerdem sehr laut und zusätzlich eine Gefahrenquelle für Vögel. Das steht in keinem Verhältnis zur sauberen und umweltschonenden Atomenergie...

 

Hallo??? Dann stelle man sich mal eben vor, dass an der schönen Nordseeküste anstelle dieser "häßlichen" Windkrafträder mal eben ein oder mehrere "hübsche" Atomkraftwerke stünden. Wer diesen Anblick und die damit verbundenen Nebenwirkungen dann lieber in Kauf nimmt - dazu kann man dann wirklich nicht mehr viel sagen...

 

Ist es nicht eine tolle Errungenschaft, dass man, von der Natur abgeschaut, auf diese Weise überhaupt Strom erzeugen kann? Und wenn man einmal ein paar Jahre in der Geschichte zurückgeht, wie war das nochmal mit den Windmühlen für die Verarbeitung von Getreide? War das auch schon der falsche Weg?

 

Sicher, auch durch die für die Erzeugung von Strom aus Wasserkraft notwendigen Stauseen werden natürliche Bach- oder Flussläufe "zerstört", aber gibt es darin dann gar kein Leben mehr? Ist das Gewässer dann tot oder gar verseucht? Und, wenn man es mal wirklich ohne Vorurteil betrachtet, fügt sich ein Stausee nicht trotzdem wesentlich besser in das Bild einer Gebirgslandschaft ein als ein Kohlekraftwerk an einem beliebigen anderen Standort?

 

 

 

Datum: 15. November 2010
Kategorien: Erneuerbare Energien, Atomausstieg
Anzahl Aufrufe: 1406
2 Kommentare
Energieberatung Bremen schrieb am 01. November 2011:
Interessante Argumentation...

Eine wirklich fragwürdige Einstellung gegenüber diesen Themas. Um die Gefahren eines AKWs wissen wir sicherlich alle, angefangen bei der Förderung und der Aufbereitung von Uran bis zu den Abfällen, die noch viele tausend Jahre giftige Strahlung abgeben werden und bei denen man jetzt schon nicht weiß wohin. Unfassbar, dass einige Menschen immer noch auf Atomstrom setzen. Dass man dann auch noch mit Optik und Vogelschlag argumentiert, ist schlichtweg peinlich. Vielen Dank für diesen Bericht!

 

Beste Grüße aus Bremen sendet die Bremer Energieberatung enerpremium

fritz schrieb am 15. November 2010:
rückbauung

und falls die windräder doch irgendwann stören sollten kann man sie, im gegensatz zu atomkraftwerken, sehr leicht wieder abbauen. es wäre ausserdem interessant zu erfahren, wer denn so hinter dem bericht steckt bzw wer ihn gesponsert hat...

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