Ökostrom Preis Rechner
Verbrauch pro Jahr:
Echter Ökostrom von unabhängigen Anbietern
  • 100 % Erneuerbare Energien
  • Kein Atom- oder Kohlestrom
  • Förderung von Neuanlagen
  • Keine Verflechtungen des Unternehmens
  • Keine Verflechtungen der Erzeugungsanlagen
  • Kein Greenwashing
  • Faire Vertragskonditionen

Die Ökostromanbieter

Echter Ökostrom

Bereits lange vor Fukushima und dem von der Bundesregierung beschlossenen Atomausstieg hat sich die Anzahl der am Markt teilnehmenden Ökostromanbieter kontinuierlich erhöht. Inzwischen bieten auch fast alle konventionellen Stromanbieter Ökostromtarife an und es finden sich plötzlich Unternehmen unter den Anbietern, deren Kern-Geschäftsbereich ursprünglich zum Beispiel in der Verarbeitung von Kaffebohnen lag.

 

Es spricht im Prinzip nichts gegen diese Entwicklung, Wettbewerb ist in der Regel gut für Märkte. Problematisch ist jedoch, wenn durch die Vielzahl der inzwischen agierenden Anbieter der eigentlich mit dem Begriff Ökostrom verbundene und elementare Aspekt des Umweltnutzens sowie der Nachhaltigkeit an Bedeutung verliert und das dem Verbraucher oftmals gar nicht bewußt ist.

 

Die ursprünglichen "Ökostrom-Pioniere" Naturstrom, Greenpeace Energy, EWS Schönau und LichtBlick wurden schon lange vor Fukushima in den Jahren 1994 bis 1999 gegründet. Zu dieser Zeit war das Wort Atomausstieg auf politischer Ebene noch ein Randthema und die Gründung eines Unternehmens mit dem Geschäftsmodell "Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien" kann rückblickend im Vergleich zu heutiger Zeit schon fast als Wagnis bezeichnet werden.

 

Die heutige Marktsituation lässt sich eher mit den Worten "Masse statt Klasse" beschreiben. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass es neben den ursprünglichen Pionieren keine anderen empfehlenswerten Ökostromanbieter gibt. Nein, es existieren durchaus auch junge Anbieter, die einen sehr nachhaltigen Ansatz verfolgen. Bei vielen anderen stellt sich allerdings die Frage, inwieweit sie wirklich aus idellen Aspekten ins Leben gerufen wurden.

 

Es gibt inzwischen reine "Ökostrom-Reseller" und mancher konventionelle Atom- und Kohlestrom-Konzern hat die Entscheidung, das Geschäftsfeld "Erneuerbare Energien" plötzlich doch wesentlich stärker auszubauen als geplant, sicher nicht aus reiner Affinität zur Nachhaltigkeit getroffen. Jüngst angekündigte Aufspaltungen von Atomkonzernen in zwei eigenständige Unternehmen (eines davon für die "Altlasten", vergleichbar mit einer "Atom-Bad-Bank") zeigen erschreckende Parallelen zu diversen Bankenrettungen der letzten Zeit.

Echter Ökostrom - Unabhängigkeit

Die Unabhängigkeit von konventionellen Atom- und Kohlestrom-Konzernen ist mit das wichtigste Kriterium für echten Ökostrom. Denn nur wenn der Ökostrom-Anbieter wirklich unabhängig von konventionellen Stromanbietern ist, kann ein möglichst nachhaltiger Beitrag zum Umweltschutz gewährleistet werden. Es sollten also keine konventionellen Unternehmen oder undurchsichtige Kapitalgeber bzw. Finanzprodukte am Unternehmen des Ökostrom-Anbieters beteiligt sein. Das gilt im Idealfall auch für die Erzeugungsanlagen, aus denen der Ökostromanbieter den grünen Strom bezieht, also die Stromlieferanten des jeweiligen Anbieters. Im Falle entsprechender Beteiligungen finanzieren Sie durch Ihre monatliche Stromrechnung nämlich indirekt solche Unternehmen mit.

Echter Ökostrom - Eigene Erzeugungsanlagen

Manche Ökostromanbieter betreiben eigene Anlagen zur Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien. Durch den Betrieb eigener Erzeugungsanlagen kann eine indirekte Beteiligung von konventionellen Stromkonzernen weitestgehend ausgeschlossen werden. Oftmals gliedern die Anbieter den Betrieb und Erhalt dieser Anlagen in Tochterunternehmen aus. Das ist an sich nichts Negatives, erschwert jedoch die Beurteilung, ob und welche Unternehmen ggf. wiederum an diesen beteiligt sind.

Echter Ökostrom - Direkte Lieferverträge mit Stromerzeugern

Nicht jeder Ökostromanbieter, der echten Ökostrom liefert, betreibt zwangsläufig eigene Stromerzeugungsanlagen sondern bezieht den grünen Strom von Unternehmen, die solche Anlagen betreiben. Durch direkte Lieferverträge mit diesen Ökostrom-Erzeugern kann sichergestellt werden, dass der abgenommene Strom auch tatsächlich von diesen Anlagen produziert wurde. Wenn keine direkten Lieferverträge mit den Erzeueranlagen bestehen und der Strom an der Strombörse eingekauft wird, ist es wesentlich schwieriger zu gewährleisten, dass es sich tatsächlich um echten Ökostrom handelt und nicht z.B. um gewaschenen oder umetikettierten Graustrom.

Echter Ökostrom - Nachhaltiger Ausbau Erneuerbarer Energien

Die Förderung eines nachhaltigen Ausbaus von Erzeugungsanlagen zur Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien ist ein wesentlicher Bestandteil der Energiewende. Die Ökostromanbieter fördern den nachhaltigen Ausbau in verschiedenem Maße und nach unterschiedlichen Aspekten. Bei echtem Ökostrom ist die Motivation des Anbieter dementsprechend hoch. Ein Blick in die einzelnen Fördermaßnahmen des jeweiligen Anbieters lohnt sich.

Echter Ökostrom - Kreditinstitute der Ökostrom-Anbieter

Bildet man eine Summe aus den Beträgen der monatlichen Stromrechnungen aller Kunden eines einzelnen Ökostromanbieters, ergibt das immens hohe Beträge. Monat für Monat, Jahr für Jahr. Diese Gelder fließen in der Regel auf eines der Geschäftskonten des Anbieters. Und genau an dieser Stelle kann der Umweltnutzen zusätzlich maximiert werden und die Definition von echtem Ökostrom ausgeweitet werden: Führt der Ökostromanbieter ein solches Konto bei einer "Grünen Bank" (Kreditinstitut mit besonders nachhaltigem oder ethischen Ansatz), hat dies im Endeffekt einen noch größeren Einfluss auf eine nachhaltige und ethische Veränderung der Welt. Und zusätzlich werden diese grünen Banken gestärkt, was in Zeiten ausartender Zockereinen mancher Großbanken von nicht unwesentlicher Bedeutung ist.